Demenz bedeutet, dass die Leistung des Hirns gestört ist. Das zeigt sich in verschiedenen Formen. Die Denkleistung und das Orientierungsvermögen werden eingeschränkt. Durch die eingeschränkte Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit, werden die Patienten oft sehr unruhig. Diese Erkrankung ist nicht heilbar. Aber nicht gleich eines der genannten Symptome, bedeutet das es sich um dieses Krankheitsbild handelt. Falls über einen Zeitraum von 6 Monaten, allerdings diese Auffälligkeiten beobachtet werden, sollte davon ausgegangen werden.
Wichtig ist als erstes die Erhebung der Anamnese. Diese gibt Auskunft über den bisherigen Krankheitsverlauf des Patienten. Mögliche andere Ursachen, für die Krankheitsanzeichen, können so gefunden werden. Die Frage, ob in der Familie schon jemand an Demenz erkrankt ist, beruht darauf, ob die Erkrankung erblich bedingt sein kann. In jedem Fall sollte eine gründliche Diagnostik durchgeführt werden. Hier bietet sich zunächst eine Computertomografie (CT) an.
Grundsätzlich kann Demenz in drei Gruppen eingeteilt werden. Die Alzheimer Krankheit im engeren Sinne, die Demenz vom „Alzheimer Typ“ und die Demenz auf Grund anderer Erkrankungen.
Die Demenz auf Grund anderer Erkrankungen wird auch als Sekundäre Demenz bezeichnet. Hier können Unfälle verantwortlich sein. Ebenso kommen als Ursache das Rauchen, der Alkohol und die Fettleibigkeit in Betracht. Drogen- und Medikamentenmissbrauch begünstigen Demenz ebenfalls. Die Anzeichen durch diese Verursachung sind eher schleichend.
Die primäre Demenz teilt sich in degenerative und eine vaskuläre Demenz. Hier ist der Verlauf schnell und abrupt.
Die Demenz Erkrankung wird in drei Stufen unterteilt. Den Beginn bezeichnen die Mediziner als leichte Demenz. In dieser Phase beginnen die Patienten Termine zu vergessen, Dinge zu verlegen oder getroffene Absprachen nicht einzuhalten. Sie selbst stellen es fest und versuchen es durch kleine Unpässlichkeiten oder Notlügen zu erklären. Tritt eine Häufung in dieser Richtung auf, ziehen sie sich in die Geborgenheit zurück. Sie fangen langsam an sich zu isolieren. Die nächste Stufe der mittelschweren Demenz wird fast fließend erreicht. Jetzt ist der Mensch schon zu einem größeren Teil auf Hilfe angewiesen. Die Handlungsweisen werden zunehmend unzweckmäßig. Ein verwechseln von Zeiten, Gegenständen und Terminen häuft sich. Mit der rechtzeitigen Unterstützung und den geeigneten Medikamenten, kann dieser Prozess verlangsamt werden. Die Unsicherheit der Patienten wird nicht so groß. Wird dem nicht entgegengewirkt, werden die Menschen entweder sehr schnell aggressiv oder schotten sich noch weiter ab. Da Demenz nicht heilbar ist, kommt es zwangsläufig zu dem Stadium der schweren Demenz. Hier ist eine Hilfe rund um die Uhr nötig. Die Artikulation ist spontan. Eine freie Bewegung ohne Hilfe ist nicht mehr möglich. Die Gelenke fangen an sich zu versteifen. Die Körperausscheidung, wie Wasserlassen, können nicht mehr kontrolliert werden. Der allgemeine körperliche und geistige Verfall ist nicht mehr aufzuhalten. Herzversagen, Lungenentzündungen oder Niereninsuffizienzen beenden den Leidensweg.
Ziele der Behandlung sind den Leidensdruck der Betroffenen zu lindern. Ein schnelles Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen und die gewohnte Umgebung beizubehalten. Die Patienten stellen oft erste Symptome an sich fest. Durch die große medizinische Aufklärung in Deutschland, ist die Frage, habe ich Demenz schnell gestellt. Ehe sie diese Frage einem Angehörigen stellen, fangen sie an sich selbst zu beobachten. Das steigert den Druck auf den Betroffenen. Um den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen ist eine medikamentöse Einstellung erforderlich. Die ganz individuell verordneten Arzneien, zeigen in den meisten Fällen erst nach Einnahme von drei Monaten, ihre Wirkung. Bei der Demenz auf Grund anderer Erkrankungen, werden diese gezielt behandelt. Hier kommt der Diabetes mellitus und auch der Bluthochdruck, unter anderen Krankheitsbildern, in Betracht. Besonders wichtig für die erkrankten Personen ist der Verbleib in der Häuslichkeit. So lange es vom Aufwand her den Angehörigen möglich ist, sollte dies realisiert werden. Hier kennt sich der Mensch aus. Die Orientierung gestaltet sich zu Beginn der Krankheit nicht so schwierig. Das Gleiche gilt für die Tagesabläufe. Je weiter die Krankheit fortschreitet, umso schwieriger wird es nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Angehörigen oder das Pflegepersonal. Ist der Patient zunächst noch in der Lage sich allen anzuziehen, wird das immer schwieriger. Die einzelnen Abläufe bedürfen der vollen Konzentration. Der Unmut wächst recht schnell, wenn solche Kleinigkeiten nicht mehr, oder nur noch unter großer Mühe, erledigt werden können.
Im weiteren Verlauf wird der Arbeits- und Zeitaufwand für die Betreuung immer höher. Oft können die Patienten nicht mehr allein gelassen werden. Es muss darauf geachtet werden, dass sie die Medizin einnehmen. Ebenso verhält es sich mit den Mahlzeiten. Viele wissen gar nicht mehr ob sie schon gegessen haben oder nicht. Trotzdem versuchen die Angehörigen die erkrankten Menschen so lange wie möglich weiter zu Hause zu betreuen. Da aber nach dem Stellen der Diagnose, noch acht – zehn Jahre vergehen können, bis der Tod eintritt, ist es meist nicht realisierbar.
Je zeitiger die Therapien eingeleitet werden, umso höher ist die Lebenserwartung. Wird erst in einem späterem Stadium der Demenzerkrankung etwas dagegen unternommen, wird die verbleibende Zeit deutlich kürzer sein.
Oft ist ein Aufenthalt im Krankenhaus für den Patienten, aber auch für die Angehörigen, von Vorteil. Fachpersonal ist rund um die Uhr vor Ort. Der Besuch von Angehörigen läuft entspannter ab.